Neue politische Vorgaben für die Wirtschaft?
Viele Diskussionen beschäftigt die Frage, ob es neuer Regeln seitens der Politik bedürfe. Hier wird gern die Moralkeule geschwungen. Politik als moralische Instanz, die Rahmenbedingungen für ein gutes Miteinander entwickelt. Ich denke, wir haben entsprechende Regelungen und diese sind vollkommen ausreichend – wenn sie befolgt werden.
Anstatt immer neue Vorschriften und Gesetze zu schaffen, sollten wir nachhaltige Formen des Wirtschaftens fördern, neue Wege suchen und dabei alte Fehler vermeiden.
Wie soll das gehen? Das Streben der Gesellschaft nach immer mehr wurde als ein Faktor, der zur Krise führte, ausgemacht. „Schuld“ an der Krise ist auch der Gedanke, dass es nach oben hin keine Grenzen gibt. Wird aber aus der Suche nach dem quantitativen Mehr eine Suche nach dem qualitativen Mehr, eröffnen sich neue Betätigungsfelder.
Sicher ist: Der ersehnte Aufschwung kann nicht mit dem Zeigefinger verordnet werden, so wenig wie Innovation. Es geht darum, den Boden zu bereiten. Mit.Einander. So wie es der Gründer von Raiffeisen schon vor über 140 Jahren wusste und ich immer wieder gerne betone: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele, das vermag eine Anzahl Bewohner einer Gemeinde oder eines Bezirks“. Die Raiffeisenbanken sind aufgrund der Statuten mit den Menschen vor Ort verbunden, denn die Kunden sind die Besitzer. Daraus ergibt sich eine Interessensgemeinschaft. Die Raiffeisenbank will, dass es ihren Kunden gut geht, und die Kunden wollen, dass es ihrer Raiffeisenbank gut geht. So entsteht Neues. Zukunftsträchtiges.
