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Auf der Anklage-Bank

09.02.2010 | Keine Kommentare

Kinder stellen gern die Warum Frage. Warum scheint die Sonne, warum wachsen Äpfel auf den Bäumen, warum muss ich diese blöde Hose anziehen, warum, warum, warum. Irgendwann scheint die Neugier befriedigt und die Warum-Phase vorbei. Sind alle Fragen beantwortet? Nein, die Kinder sind erwachsener geworden. Warum, so frage ich mich, warum fragen Erwachsene so selten. Vielleicht weil sie die Antworten schon tausendmal gehört haben, von Vorfahren, Vorbildern oder aus anderen wohl informierten Kreisen. Und dabei zum Schluss gekommen sind, alles gesagt, alles erklärt und überhaupt, da kann man eh nichts machen und die anderen richten sich`s eh immer…
Zugegeben, so eine Argumentationslinie hat viel für sich, denn sie verkürzt die Ursachenforschung und nimmt die Last des sich selbst Hinterfragens von den Schultern. Aber nur für sehr kurze Zeit. Im Schwarz-/Weiß-Denken fehlt der Platz für das Miteinander, wird gemeinsame Entwicklung durch ungeprüfte Vorurteile verhindert. Als Banker steht man dieser Tage in der Reihe der Beschuldigten. Und denkt dabei an jene Menschen, die keine Lobby haben und unter Vorverurteilung manchmal ein Leben lang leiden. Wie zum Beispiel Asylwerber, Arbeitslose oder andere Gruppen am Rande der Gesellschaft. Raiffeisen steht für das Miteinander auch in schweren Zeiten, deshalb genießt unsere Bank großes Vertrauen. Das vielfach ehrenamtliche Engagement der MitarbeiterInnen und der finanzielle Einsatz für die Gemeinschaft überzeugt seit über 140 Jahren. Warum wir als Bank das Miteinander in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen? Ich denke, Sie kennen die Antwort. Seit Ihrer Kindheit.

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